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Was ist Achtsamkeit?

„Achtsamkeit bedeutet, dass wir ganz bei unserem Tun verweilen, ohne uns ablenken zu lassen.“

Dalai Lama

Achtsamkeit bedeutet zu spüren, wie weich das Moos sich anfühlt, zu genießen, wie saftig der Apfel schmeckt oder zu beobachten, wie eine Raupe über ein Blatt kriecht.

 

Achtsamkeit ist, im Gewöhnlichen das Ungewöhnliche (wieder) zu entdecken.

 

Es bedeutet, Gefühle in dem Moment zu erleben,

in dem sie anwesend sind, ohne sie zu werten oder darauf reagieren zu müssen.

 

Achtsamkeit ist wie eine Schatzkiste voller ungezwungener Möglichkeiten.

 

Kinder lernen diese Achtsamkeit, indem sie die umherwandernde Aufmerksamkeit zu einer sinnesfokussierten Aufgabe im jetzigen Moment zurückbringen - wieder und wieder.

 

Auch mit Imaginationsübungen können Kinder den Samen der Achtsamkeit pflegen.

 

Körperwahrnehmungsübungen sind Basis, um sich selbst zu spüren und bei sich zu sein.

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Warum ist Achtsamkeit bereits schon für Kinder sinnvoll?

 

„Die Erde wäre ein anderer Ort, würden wir für die Pflege unseres Geistes auch nur die gleiche kurze Zeit wie für´s Zähneputzen aufwenden."

Richard Davidson

Professor für Psychologie und Psychiatrie

Während des Heranwachsens gibt es mehrere sensible Phasen, in denen Kinder sehr aufnahmefähig für Neues sind.

Eine dieser Phasen startet ungefähr zu Beginn der Schulzeit, eine ändere während der Pubertät.

 

In diesen Zeitspannen erfährt das Hirn viel Reorganisation und reagiert sehr flexibel auf neue Erfahrungen und Reize.

 

Man nennt dies Neuroplastizität.

 

Auch wenn man mittlerweile weiß, dass unser Hirn ein ganzes Leben lang neue Verbindungen bilden und Lernprozesse meistern kann, sind jene Phasen in jungen Jahren sehr prägend, um Veränderung anzuregen.

Deshalb ist es auf jeden Fall sinnvoll, diese Zeitspanne zu nutzen, um dein Kind mit der Erfahrung der Achtsamkeit bestens in seinem Wachstum und seiner Entwicklung zu unterstützen.

Vgl. De Burin, A (2019): Das Magazin für Achtsamkeit/Moment by Moment,    

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Was können Atemübungen bewirken?

„Gefühle kommen und gehen wie Wolken am Himmel.

Das achtsame Atmen ist mein Anker im Hier und Jetzt.“

THICH NHAT HANH

Gezielte Atemübungen regulieren die Herzfrequenz und das Nervensystem.

Die Atmung ist die Verbindung zwischen Körper und Geist. Deine Gedanken können den Atem lenken, aber genauso beeinflusst der Atemfluss das Gehirn.

Manche Gefühle (Wut, Freude, Ärger, Liebe) führen zu flacher, stockender oder schneller Atmung. Nehmen wir dies wahr, können wir uns anhand bewusster Atmung beruhigen und wieder klarer denken.

Bedachtes Atmen und auch tiefes Seufzen können also dem Stressabbau und der Entspannung dienen.

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